Was erwartet sie in diesem Blog

Du willst also echt diesen Blog lesen. Dann wünsche ich Dir gute Nerven ich habe meine Achterbahnfahrt schon hinter mir.

Diesen Blog habe ich in der Zeit der neuen Hepatitistherapie 2012 gestartet, Inzwischen hat er sich zu einem Umfangreichen Bericht entwickelt. Es hat sich sowohl meine Krankheitsgeschichte weiterentwickelt den eine folge dieser Therapie war eine sehr hohe Belastung der Niere, was schließlich zur Dialyse und Nierentransplantation führte. Die Geschichte ist aber erst abgeschlossen, wenn ich nicht mehr lebe. Da ich geplant habe mit meinem Ableben noch etwas zu warten, werden sich sicher weiter medizinische Herausforderung ergeben.

Ich würde auch immer wieder gefragt, wie alles begonnen hat. Deshalb habe ich mich aufgemacht eine Vorgeschichte und die Beiträge zur Lebertransplantation zu verfassen. Diese sind leider nicht vollständig. Werden nun aber nach und nach ergänzt werden. Darum habe ich auch die Menüstruktur etwas vereinfach.

Viel Spaß beim Lesen

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Camino 2016: Bin dann auch mal weg!

Bin dann mal weg.

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17.Mai 2016

Starte meinen Pilgerweg in Porto, Portugal mit Portwein. Bis Santiago de Compostella sind es 240 km und 13 Etappen. Zwischen Schönheit, Heruntergekommen und Flair. Porto ich liebe dich.  Heute habe ich Porto erkundet. Ein unglaubliches Erlebnis. Die verfallenen Häuser geben das gewisse Etwas, das Porto auch zum Weltkulturerbe gemacht hat.

Peter Grab

Viel Freude und sei behütet! Wunderschöne Bilder. Ich glaub du bekommst Schwielen an die Finger vom Malen. So schöne u. viele !!!Motive…
Segensgrüße aus Lu von den Grabs

Alexander Pollhans  Sehr schön – halt uns auf dem Laufenden!

Pilgerpass abgeholt und ersten Stempel in der Kathedrale von Porto. Nur wenn du alle Stempel hast, bekommst du am Ende der Reise in Santiago die Pilgerurkunde.


 
Camino Erste Etappe – Porto nach Angeira
18.Mai

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Nach sechs Stunden laufen und 13,3 km bin ich völlig KO. Die Landschaft und das Meer sind von unglaublicher Schönheit. Wie schnell vergisst man, wenn die Füße müde werden, warum man eigentlich aufgebrochen ist. Der letzte Kilometer war eine Herausforderung. Die Füße waren schwer wie Blei. Ob morgen aufbrechen kann? Heute morgen geht es mir besser und die Beine sind erholt. Vor mir liegen ein Frühstück,15 km am Meer entlang und viele gute Gedanken. Natürlich kommen auch die Momente in denen die Füße müde werden.


 

Camino – Zweite Etappe
19.Ma

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Nachdem ich durch Schlaf erholt wieder bereit war, bin ich in Angeira gestartet. Die heutige Etappe war 18,5 km lang. Ich habe mir vorgenommen davon wenigstens 10 km zu schaffen und den Rest eventuell mit den Taxi zu machen. Die ersten drei Kilometer waren mühsam, doch dann habe ich einen Geh-Rhythmus gefunden, der es mir leicht machte. So bin ich schließlich 14 km gelaufen. Unterwegs konnte ich richtig abschalten.

Der letzte Kilometer war gefühlt genau so lange, wie der erste Teil der Strecke. Am Schluss ging es dann 4,5 Kilometer mit dem Taxi. Die hätte ich nicht mehr geschafft. Die Füße waren wie Stein. Jetzt war ich echt super und original portugiesisch essen im Restaurant „Estrela do Mar „. ( Und wieder bin so nebenbei drei Kilometer gelaufen)
Ich hoffe, dass es morgen wieder geht. Wenn man die ganze Zeit am Meer entlang geht und nach Westen immer nur das mächtige brausende Meer sieht, wird einem klar, die Portugiesen eines Tages Kolumbus beauftragt haben nachzuschauen, was denn da im Westen liegt.

Erkenntnisse des Tages:

  • Wie gut, das es Wegweiser gibt.
  • Langsam kommt man auch zum Ziel.

 

Carmino – Etappe 3
20. Mai
21,3 km gelaufen
Wetter zum Teil diesig.

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Dies war ein Tag.! Irgendwie scheinen sich meine Beine an die Herausforderung gewöhnt zu haben und sie liefen wie von allein. Doch dann kamen 5 km Pflastersteine. Sie waren durch die Fußsohlen zu spüren und haben mich gefoltert. Leider gab es auch keine vernünftige Gelegenheit eine längere Pause zu machen. Also blieb nur durchhalten. Als ich dann im nächsten Ort ankam, konnte ich keinen Schritt mehr weiter. Bei einer Kirche hatte es zwar Schatten, aber nichts zum Sitzen. Also habe ich mich in die Sonne gesetzt und meine Schuhe ausgezogen. Endlich. Als ich wieder bereit war, ging ich zur nächsten Bar um meinen Flüssigkeitsstand aufzufüllen. Keine Sorge nur Cola und Saft. Von dort ging der Weg wieder dem Meer entlang. Bis ich dann nach 17 km Fão erreichte. Wieder gab’s eine längere Pause zur Regenerierung für meine Sohlen und mein iPhone. Schließlich erschien mir ein Engel, der mich noch 4 km zum Hotel fuhr. Endlich relaxen.


Erkenntnis:


  • Auch Füße brauchen Freiheit, die tragen die ganze Last des Körpers und die Neun Kilo Rucksack noch dazu.
  • Nichts zu denken, hilft manchmal auch.

 

Camino Etappe 4 – bis Viana do costelo
21.Mai
12,5 km
Regen

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Der Tag fing mit einem guten Frühstücksbuffet an. Hotel war ordentlich. Es hatte einen Pool, den ich nicht nutzte. Obwohl meine Füße ziemlich müde waren, heute morgen war ich völlig erholt.
Der Nachteil im Hotel zu übernachten und nicht in den Pilger Herbergen ist, dass man nicht so schnell Kontakt zu den anderen Pilgern bekommt. Aber allein sein ist eine Zeitlang ja ganz angenehm. Keine Fragen. Nichts muss man erklären.
Beim Laufen merke ich, dass mir immer weniger im Kopf rum geht. Da bleibt Raum für Neues und Tiefes. 
Es ist ein elementares Konzentrieren auf den Vorgang des Pilgerns. Hände, Füße, Beine und Stöcke bilden eine Einheit. Formen einen eigenen Rhythmus, der genau zu mir und meinem Körper passt.
Als Schreibtisch- und Sitzmensch ist es für mich, wie eine Befreiung den ganzen Tag in der Luft, der Natur und Bewegung zu sein. 
So lebte Jesus auch. Habe ich bisher noch nicht wahrgenommen. Es ist zwar nicht „Heils notwendig“, aber macht mich als Menschen heil. Müdigkeit ade!

Die Strecke die ich mir heute ausgewählt habe, war sehr abenteuerlich. Ich habe den Standard Pilgerweg verlassen und bin einfach dem Meer entlang über Stock und Stein gelaufen, getreu der Leitperspektive „Das Meer immer zur Linken, dann kommst du zum Ziel“. 
Beim Rasten habe ich leider entdeckt, das ich eine Blase habe. Jetzt wundert mich der Schmerz nicht mehr.

Erkenntnis:

  • Auch als Pilger darf man manchmal den Bus nehmen.
  • Es muss gut gewesen sein, im Garten Eden in der frischen Luft gelebt zu haben.
  • Halte dich an deine Leitperspektiven.
  • Bei Blase muss man nicht ab lasen.

 

Camino Etappe 5 – Viana bis Camina
22.Mai
17 Kilometer

Nach einer verregneten aber friedvollen Nacht in Viana do castello ging es nach einem reichhaltigen Frühstück etwas verzögert auf die Pilgerschaft. Das Wetter war wieder sonnig und hatte alle Portugiesen auf die Straße gelockt. Zudem war Sonntag und da hat man Zeit zu promenieren. Ansonsten sind die Menschen wie vom Erdbeben verschluckt. In den Dörfern sieht man höchstens sehr alte Menschen rumliegen.

Die ersten acht Kilometer ging es einen schönen Weg direkt am Meer entlang. Solange am Meer entlang zulaufen war immer mein Wunsch. Und das Meer in Portugal ist unvergleichlich schön und majestätisch. Die herrlichen Wellen sind ideal für Surfer, die ich aber kaum gesehen habe. 
Danach wurde der Weg mühsamer und folterte wieder meine Füße, denn jetzt ging es wieder gepflasterte Straßen entlang. Nach 17 km entschied ich mich den Zug zu nehmen, da die Gesamtstrecke sowieso für mich zu lang gewesen wäre (27 km).
Schließlich kann ich in Caminha in der Villa Idalina an. Einfach ein traumhaftes Herrenhaus, das von seinen Besitzern seit zwei Jahren an Gäste vermietet wird. Die Fotos sprechen für sich.
In dem antik anmutenden Badezimmer konnte ich mich vom Staub der Reise befreien. Und bei einem guten Abendessen mit den Besitzern – wobei ich aß und sie redeten – klang der Abend mit einem Gespräch über dies und das und die Grundfragen des Lebens aus.
Die Nacht verbrachte ich allein in dem riesigen Palast, was mir schon etwas komisch war. Würden sie mich in der Nacht überfallen oder ist dies das „Hotel California “ oder sollte ich mich auf das Erscheinen verstorbener Vorfahren einstellen.
Schließlich habe ich gut geschlafen und werde weiter nach Tui in Spanien Reisen.

Erkenntnis :

  • Schönheit hat ein Ende.
  • Auch die schlimmste Folter bringt mich nicht um.
  • Ich bin schon ein Glückspilz.
  • Die Grundfragen des Menschen sind überall die Gleichen. Aber manche Menschen brauchen darauf keine Antwort.

 

Camino Etappe 6 – bis Porreño, Spanien
23.Mai
17,3 km

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Irgendwie fiel es mir schwer Villa Idalina zu verlassen. Doch fuhr ich mit dem Zug nach Valenca. Von dort ging es zu Fuß weiter nach Tui, Spanien.

Dies brachte neue Herausforderungen. Von jetzt an geht der Weg bergauf/bergab. Für mich ist das körperlich eine große Belastung. Meine Tempo reduzierte sich auf Schneckentempo. Dennoch führt der Weg, sieht mal von den langen Strecken entlang der Straße und durch Industrievororte ab, viele durch Wiesen, Wälder entlang von Flüssen und durch schmucke Dörfern. Schließlich ist man hier in Galizien. Dies hat ähnlich Wetterverhältnisse wie die Bretagne und Cornwall.

Das Klima hatte sich verändert. Der schöne Wind des Atlantik war verschwunden und Wunder trockenen Hitze Platz gemacht.

Unterwegs hatte ich zwei nette Begegnungen einmal mit Bauern in einem Dorf, die mich mit Getränken versorgten und mit einem Bekannten Künstler, der mir sein Haus und seine Bilder zeigte. (Siehe Foto).

Erschöpft kann ich schließlich in Porreño an. Die Tatsache, dass es in der ganzen kommenden Woche Regnen soll, und es hat auch schon kräftig angefangen, lassen mich überlegen, ob ich die Pilgerschaft abbreche.


 

Camino – Etappe 7
24.Mai
18 km
250 Höhenmeter

Heute morgen hatte ich einen echten Kampf mit mir auszutragen: weitergehen oder abbrechen. 
Ihr habt ja gelesen, was ich gestern geschrieben habe. Und nun hatten mich die Befürchtungen eingeholt : Es regnete in Strömen! 
So erkundigte ich mich bei der Hotel Rezeption, welche Möglichkeiten für eine Zugfahrt nach Porto bestehen würde.
Die Auskunft besagte, dass in einer halben Stunde der nächste und einzige Zug des Tages nach Portugal fahren würde. 
Was tun?
Die Familie versuchte mir Mut zu machen, nicht aufzugeben, aber ich war so erschöpft, dass ich mich für Heimfahren entschied. So packte ich und stürzte zum nahegelegenen Bahnhof. 
Es regnete.
Was kann mir ein bisschen Regen anhaben? Ging es mir durch den Kopf. 
Und schon drehte ich mich auf der berühmten Ferse um und betrat damit wieder dem Camino!😎
Hätte ich gewusst wieviel Höhenmeter auf mich warteten, ich hätte den Kopf gehen die Wand geschlagen und mit den Ohren gewackelt. Aber so: Übermut wird bestraft.
Auf dem Weg durch die Vororte traf ich zwei junge Pilger aus Niederbayern, denen ich mich eine zeitlang anschloss. Was bedeutete, sie gaben das Tempo vor und ich versuche damit Schritt zu halten. Als ich fragte,ob ich större, meinen sie lapidar, sie hätten seit Porto sowieso alle Themen durchgesprochen und der Gesprächsstoff sei ausgegangen. So zogen sie mich ca. 4 kilometer mit, die ich im fast doppelten Tempo wie silonst lief. Und es ging. Nur als dann der Aufstieg begann, ermutigte ich sie, keine Rücksicht auf mich und nehmen. 
Und fort waren sie. 
Beim zweistündigen Weg nach oben überholte mich Schnecke fast jeder andere Pilger. Ich ließ keine Gelegenheit aus mich auszuruhen und dem Regen auszuweichen. Als ich ganz oben war, dass hättest jetzt nicht gedacht, kam meine Erlösung. 
Gott sandte mir einen Engel. Theresa war sein Name. Sie, ein 28 jähriges Mädel, aus dem Münsterland, war auch allein unterwegs und freute sich einen Gesprächspartner zu haben. Und ich hatte eine Lokomotive, die mich nach vorne zog. In einem unheimlich schnellen Tempo pilgerten wir gemeinsam weiter und unterhielten uns dabei. 
Danke Gott!
So kam ich schneller zum Ziel und weiter als geplant. In Rodondella trennen sich unsere Wege und ich nahm ein Taxi zum Hotel. Immerhin bin ich heute 18 km gelaufen und habe 250 Meter rauf und runter bewältigt. Was für ein Tag. Wie gut, dass ich umgekehrt bin. Jetzt sitze ich glücklich, geduscht und satt bei einer Flasche guten Weins. Wenn ihr einen Schluck probieren wollt, ihr braucht nur vorbeikommen. Seid herzlich eingeladen.
Jetzt trennen mich noch 80 km von Santiago. Hinter mir liegen demnach 170 km zu Fuß.
Gerne wurde ich noch mehr erzählen z.B. über mein Pilgerdelirium und anderes.
Aber das Bett ruft und der morgige Tag hat seine eigene Plage.

Erkenntnis

  • Wenn du in die verkehrte Richtung gehst, kehr einfach um.
  • Engel lauern überall.
Du hast mehr Reserven, als du für möglich hältst.
Von Ziel her betrachtet, sieht alles harmlos aus.

 

Camino Etappe 8 – bis Pontevedra
25.Mai
176 km

Für heute war Regen angesagt und die Wetter Frösche hielten ihr Gequake.

Es regnete morgens, mittags und nachmittags. Entsprechend waren alle Pilger wasserfest gekleidet. Irgendwie schossen mit der Feuchtigkeit die Pilger wie Pilze aus dem Boden. Da ich eher etwas langsamer laufe – wenn es bergauf geht – zogen die laut spanisch schnatternden Herden am mir vorüber. Die Ruhe tat gut und der Regen Wasser auch nicht schlimm. An bergauf gehen werde ich mich nie gewöhnen. Auf der Ebene habe ich das gleiche Tempo, wie alle anderen auch. 
Auf der Spitze des Berges waren zwei junge Spanier, die günstige Getränke offerierten. Wir kamen ins Gespräch. Super Typen! Sie luden mich ein abends in eine Bar zu kommen, in der live Musik gemacht wird. War aber nichts los.
Heute morgen habe ich mir noch zwei verschiedene Salben gekauft, um meine Füße zu pflegen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie die weiteren Etappen durchhalten. Ich hoffe, dass meine Kleider alle trocknen.

Jetzt sitz ich beim Essen und einem Glas Wein und wie immer kommt die Stimmung von Reinhardt Mays „In Lucianos Restaurant“ auf.

Erkenntnis

Keine


 

Camino Etappe 9
26. Mai

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Heute nur 11 km, damit sich meine Fußsohlen erholen können. Auf anraten meines Engels habe ich mir in der Farmacia Salben besorgt. Eine für die Durchblutung und eine zur Stärkung der Haut. Hätte nicht gedacht, dass einmal die Fußsohlen das Hauptproblem werden würden. Manche reiben sich schon wochenlang vor der Pilgerfahrt die Füße zur Kräftigung der Haut ein. Werde ich das nächste Mal auch tun.

Heute war dies Strecke ganz schön, fast wie eine Wanderung bei uns im Markgräflerland. Nur grüner, da es in Galicien mehr regnet.

Ich wurde gefragt, was ich mit Pilgerdelirium meine. Hier der Versuch einer Erklärung.

Wenn man viele Tage pilgert, reduziert sich das Leben auf Grundlegendes.

Alles was man zum Leben braucht, trägt man auf dem Rücken.

Woher man kommt, wohin man geht verliert seine Bedeutung. Nur das Sein, die Bewegung und das große Ziel spielen eine Rolle. Körper und Kopf befinden sich in einer Grenzsituation. Nur das Nötige ist wichtig. Manchmal, wenn ich gefragt wurde, woher ich komme, wohin ich gehe, war ich so leer, dass ich darauf keine Antwort geben konnte.

Ich wusste es im Moment nicht, da ich mich eben im Zustand eines Pilgerdelirium befand.

Vielleicht ist dies auch durch meine spezielle Gesundheitssituation bedingt (zwei Transplantationen, jede Menge Medikamente, zwei Stents vor drei Wochen). Alles glaub nicht so normal.

Erkenntnis

  • Ist es nicht großartig, dass das Leben trotzdem so herrlich ist und zu Jesus zu gehören, das Größte ist?
  • Wir meinen es gut mit uns. Er meint es besser.
  • Immer auf das grosse Ziel ausgerichtet bleiben.

 

Camino Etappe 10
27.Mai
15 km
Noch 40 km bis Santiago

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Die Übernachtung im Fernfahrerhotel war ganz ordentlich und vor allem sauber. Nur leider sind schon ab 4 Uhr morgens die ersten Lkws gestartet natürlich mit entsprechenden Motorvorlauf. So bin heute schon um 8 Uhr reisefertig gewesen. Die Besitzer des Hotels brachten mich mit dem Auto in die Taverne am Camino zurück, wo sie mich abgeholt haben. 
Der Tag war jung, das Wetter schön, die Batterien aufgeladen und die Füße gut erholt, so konnte nichts mehr schiefgehen. Andere Pilger hatten sich auch auf den Weg gemacht, so dass man immer wieder Gleichgesinnte traf und einige Worte wechselte. Woher kommst du, wo bist du gestartet, sollte man mindestens auf spanisch, Englisch, französisch oder portugiesisch beantworten können. Notfalls half ein Gemisch aus allen Sprachen mit einem Schuss italienisch.
Allezeit musste man bereit sein, rasenden Bikepilger auszuweichen, die natürlich selbstverständlich Vorfahrt für sich beanspruchten. Ein besonders nette Begegnung hatte ich mit einer Pilgerin aus Ostfriesland, die wegen Fußschmerzen auch nicht so schnell gehen konnte. Da sie in Pilgerherbergen übernachtete konnte sie viele interessante Geschichten erzählen. Vielleicht sollte ich bei der nächsten Pilgerfahrt auch mal in Herbergen übernachten?
So bin ich entspannt beim reservierten Hotel angekommen. 
Heute war der Weg einfach zu laufen. Keine großen Höhenunterschiede und genügend Möglichkeiten zum Einkehren.
Da es ab heute nur noch drei Etappen bis Santiago sind, winkt mir schon das Ziel entgegen. 
Eigentlich will man gar nicht ankommen. Wie will man ein Leben, das einfach, konzentriert, genügsam und ohne unnötigen Ballast ist, wieder auf die normalen Dimensionen aufblasen. Denn ein Aufblasen ist es. Trägt man doch alles, was man zum Leben braucht in einem Rucksack mit sich. Alles Weitere ist Luxus.
In einer südlichen Gegend ist es natürlich einfacher so zu leben, aber wie bereits bewiesen, geht es auch bei Regen.

Erkenntnis

  • Die vielen Dinge, dir wir besitzen oder von denen wir besessen werden, hintern uns, die Einfachheit des Evangeliums Jesu Christi zu leben.
  • Die vielen Dinge, die von uns erwartet werden, oder, die wir von anderen erwarten, versklavt uns gegenseitig.

 

Camino Etappe 11 bis Pardon
28.Mai 2016
23 km
Letzte ( oder Vorletzte) Station vor Santiago.

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Bis SdC sind es 25 km. Aber man kann sich auf die Angaben nicht verlassen. Heute wären es eigentlich 18 km gewesen., aber im Ende waren halt 23 km. So könnte der Weg nach SANTIAGO durchaus auch 30 km sein. Als zusätzliche Erschwernis geht es auch noch die ganze Zeit bergauf. So lohnt es sich vielleicht zwei Etappen daraus zu machen.

Der Weg heute war sehr schön und einfach zu laufen. Das Wetter hatte einiges zu bieten:

Regen, Regenschauer, prasselnder Regen, leichter Regen, Niesen, Gewitter, Blitz und Donner, bewölkt, Sonne, feuchte Hitze, Wind, Sturm.

Es waren viele Pilger unterwegs. Eine ganze Klassenstufe aus Irland mit ihren Lehrern. Portugiesische Biker, die sich und andere ordentlich mit Schlamm vollspritzten. Alle grüßten freundlich mit Bon Camino. Von den Biker klang es mehr wie eine Art Entschuldigung für Ihren rowdyhaften Fahrstiel. Das schöne war, dass es genügend Bars, Cafe, Restaurants gab, damit Hunger und Durst gestillt werden konnten.

Besondere Freude bereitet die Begegnung mit Einheimischen, die, sobald man zu erkennen gab, „entiendo une poquito espaniol“, wasserfallartig ganze Familiensagen herunter sprudelten, ohne beim Zuhörer etwas verständliches rüber zu bringen. Machte man ein dümmliches Gesicht, so würde dies als Zustimmung zu weiteren Erklärungen gewertet.

Erkenntnis

  • Das Wetter ist beim Pilgern irrelevant.
  • Es gibt tatsächlich Leute, die Tintenfisch zubereiten können.
  • Ein guter Zuhörer muss nicht alles verstehen.

 

Camino Etappe 12 bis Santiago
20.Mai 2016
25 km
Füsse kaputt
Stimmung und Herz ok

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Nun habe ich es tatsächlich geschafft eine Strecke von ca. 240 km zu laufen.

Als ich gestern in Padron los bin, war mir unklar, ob ich die ganze Strecke oder nur einen Teil davon mache. Doch dann war das Wetter, trotz Ankündigung von bis zu 100% Regen, erheblich besser. Zu Anfang gab es noch kräftige Schauer, doch die Sonne tauchte die Landschaft in ein warmes Licht und gewann die Oberhand. Wenn auch immer wieder dunkle Wolken durch ihr Erscheinen androhten, die Wetterherrschaft jederzeit zu übernehmen.

Viele Pilger aus aller Herren Länder waren unterwegs, um ihrerseits die Pilgerfahrt abzuschließen. Vierzig Mädchen aus Irland hüpften fröhlich unter der Leitung ihrer Lehrerinnen und einem professionellen Wanderführers den Camino entlang, um jederzeit rechtzeitig vor den anderen Pilgern in der nächsten Einkehrmöglichkeit alle Sitzplätze zu okkupieren. Für sie schien der Camino mühelos zu sein.

Andere Gruppen kamen aus der Schweiz und Spanien. Immer wieder müssten man sich vor Bikern in Sichert bringen.

Mit einem jungen Paar aus Porto, die so langsam gingen, dass selbst ich sie überholte, hatte ich ein sehr gutes Gespräch über die Herausforderungen des Leben in Portugal. Portugal ist ein Schmelztiegel verschiedener Nationen. Die Bevölkerung wurde durch Einwanderung aus aus Nordafrika und den früheren Kolonien aufgemischt.

Beim Pilgern begegnet man vielen interessanten Menschen oder ist sogar ein Teil des Weges mit Ihnen gelaufen. Hätte ich in Pilgerherbergen übernachtet, so wären diese Begegnungen natürlicherweise intensiver gewesen.

Neben der Kontemplation und der körperlichen Herausforderungen, sind diese Begegnungen sicher ein wichtiger Teil des Pilgerns. Informationsaustausch, das Aushelfen mit Pflastern und das Erhalten von Tipps gehören dazu. Hier und da kommt man bei der Frage, warum man pilgert, auch auf tiefere Ebenen des Austausches und manch einer offenbart ein Stück von sich selbst.

Nach dem Ankunft in Porto konnte ich kaum mehr stehen. Im Hotel eingecheckt habe ich erst mal meine Füsse versorgt. Sie schmerzten, jucken und brannten so sehr, daß sie erst nach einem längeren Schlaf anfingen Ruhe zu gegen. Selbst im Traum noch beklagten sie sich über die ihnen gemachte Zumutung. Obwohl der Weg der letzten Etappe überwiegend sehr schön war, war er anspruchsvoll zu laufen. Ein nie enden wollenden Bergauf und Berab, unterschiedlichste Wege von steinig, matschig, morastig und gepflegt forderten viel. Am Unangenehmsten waren die endlosen Vorstadtstrassen deren Asphaltbelag die Fußsohlen unentwegt schmirgelten.

Um 10 Uhr ging ich noch etwas essen und genoss die herrliche Nachtstimmung um die Kathedrale herum. Eine Musikgruppe gab ihre fröhlich folkloristischen Weißen zum Besten und sorgten für eine gute Stimmung. Viele Pilger konnte so die Mühen der Pilgerschaft hinter sich lassen.

Heute werde ich noch die Kathedrale und verschiedene andere Kirchen besuchen und die letzten Stempel holen.


 

Camino 2016 – die Vorletzte
Die Zukunft ist offen
…100.000 km

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Viele von Euch fragen, was ist geblieben? 
Bist Du verändert? 
Wirst Du in Zukunft Dein Leben anders gestalten?
Einfache Fragen, aber keine einfachen Antworten.

Ausgezogen auf den Camino bin mehr aus körperlichen Gründen, es war ein Ausbruch aus der Müdigkeit und Erschöpfung durch Krankheit und Medikamente. Ein Ausbruch aus der Bewegungsunfähigkeit in eine neue Aktivierung des Körpers. Dies ist auf jeden Fall gelungen.

Der Körper wurde so sehr provoziert durch Bewegung und Belastung, dass ich mehrere Male aufgeben wollte.

Wie oft habe ich mich einen Narr gescholten, meinen „Esel“ – so hat Franz von Assisi seinen Körper genannt – so zu schinden. Doch ist das Schelmenstück gelungen und notfalls mit kräftigen Stockschlägen war er doch bereit vorwärts zu gehen.

Aber doch ist mehr passiert. Völlig abzuschalten von der Verantwortung, vereinfacht zu leben und sich für Neues zu öffnen, gibt dem Leben doch neue Chancen. Der Blog hier ist natürlich nicht der Platz sein Innerstes öffentlich auszubreiten, dennoch lasse ich Euch gerne an einigen Dingen teilhaben.

Sehr viel habe ich auch von guten Gesprächen mit anderen Pilgern profitiert. Danke dafür.

Positiv war die Ruhe und das Treiben lassen. Dies sind Elemente, die sich nicht so einfach retten oder in den Alltag übertragen lassen. Darum habe ich mir vorgenommen, jedes Jahr ein Stück den Camino neu zu gehen, um mich immer wieder durch solche Lebensreduktion und Grenzerfahrung innerlich auszurichten.

Dann möchte ich der Kreativität mehr Raum geben. Ich brauche mehr Zeit und Platz zum Malen und Zeichnen und Musik machen. Darum werde ich versuchen auch eine neue Musikformation ins Leben rufen, um mit anderen zu musizieren und zu konzertieren. Bewegung muss natürlich nun auch ein Teil meines Lebens bleiben. Schnell ist man wieder in der alten Bequemlichkeit versunken. Dann möchte ich eine Initiative zum Thema „Christsein, Denken und Kunst“ ins Leben rufen. Eine Facebook Gruppe dazu habe ich schon eröffnet.

Leider habe ich während des Pilgerns fast nichts ins Skizzenbuch gezeichnet. Darum werde ich in den nächsten Wochen einige Aquarelle malen mit Motiven von der Reise.Eine kleine Kostprobe von unterwegs sind als Bilder diesem Blog beigefügt.

Danke für Eure Anteilnahme an meinem Abenteuer.
Ist das Leben nicht schön und Gott gut.

Euer Pilger

 

Alexander Pollhans: Lieber Michael, ich bin Dir, Dienen Schilderungen und den Fotos gerne gefolgt – herzlichen Dank! Ich gehe Ende Juli für 10 Tage in Schweigeexerzitien und danach auf eine 10-tägige Wanderung, ich wünsche mir, mit ähnlichen „Ergebnissen“ zurückkommen zu dürfen. Sei gesegnet!

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Der Jakobsweg

Inzwischen haben wir Juni 2016.
Mir geht es immer noch gut.
Ich bin immer noch virenfrei.
Inzwischen bin ich zweiundsechzig und habe noch 3 Jahre bis zur Rente.

Da ich aber häufig sehr, sehr müde wahr, habe ich mich entschlossen etwas Bewegung in meine Kraftlosigkeit zu bringen. Ich beschloss eine Auszeit zu nehmen und mich per Fuss auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen.

Was wäre da besser, als den Jakobsweg zu gehen.

Dies ist natürlich eine riesige Herausforderung. Um das Abenteuer machbar zu halten, habe ich die Route von Porto nach Santiago de Compostela gewählt. Dies sind ca. 240 km die ich in 13 Etappen bewältigte. In Portugal ging ich 100 km dem Meer entlang. In Spanien wechselte ich dann auf die Route von Tui aus.

Was für eine Herausforderung an meinen doch geschwächten Köper, aber
I did it.

Es gibt einen Reisebericht unter meinem Namen auf Facebook. Vielleicht werde ich ihn auch hier posten. Mal sehen.

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139 Auf nach Hause

Inzwischen liegen alle Untersuchungsergebnisse vor. Alle Virentests sind negativ. Die bakteriellen Untersuchungen haben auch nichts ergeben. Der Darm Arbeit auch wieder normal. Die Medikamente sind wieder eingeführt. Also insgesamt ein positives Fazit: Es sind keine Ursachen nachweisbar. Somit kann nun die Behandlung ambulant beim Nephrologen durchgeführt werden.
Heute werden sie noch ein Leberultraschall machen. Nach vorliegen der heuten Blutuntersuchungsergebnisse, werde ich nach Haus entlassen werden.

Gott sei Dank.

Veröffentlicht unter Allgemein, Nierentransplantation 2014 | 1 Kommentar

Chronik meiner Krankheitsgeschichte

1970 Verdacht auf Leberentzündung Hepatitis war noch nicht bekannt.

1989 Bestimmung der Hepatitis

Chronische Hepatitis C, Genotyp 1
– ED Non A/Non C, Genotyp 1 1970
– ED Hepatitis C 1989
– histologisch 1993 kein fortgeschrittener Parenchymschaden
– Histologisch 09/02 chronische Hepatitis C-Aktivität Grad II, Fibrose Grad III,
zusätzlich Fettleberhepatitis bei Diabetes mellitus

2002/2003  1. Therapieversuch von 11/02 bis 04/03

Therapie mit Pegasys und Ribavirin 11/02 bis 04/03, non-response

29.12.2004 Transplantation von Leber und Pankreas und Nachsorge

–  HCV assoziierte Leberzirrhose
– LPTX am 29.12.204
– HCV Reinfektion des Transplantates Januar 2005
– Verdacht auf Fibrose des Transplantates
–  leichte akute Rejektion des Pankreastransplantats mit
Urbanson-Stoßtherapie 08/2005

2. Therapieversuch 2005
05/2005  antivirale Therapie mit pegyliertem Interferon und Ribaverin ohne anhaltenden Erfolg 

– Chronische Hepatitis C-Virusinfektion,
ED Non A Non B 1070, Genotyp 1a
– Unterbrechung der antiviralen Therapie bei Verdacht auf Rejektion des Pankreas-
Transplantates 08/2005 bis 10/2005
– Zustand nach Fibrose-Prophylaxe-Therapie mit Amantedin-Bezafibrat ret.
und Ribaverin vom 07.10.2005 bis 30.01.2007

3. Therapieversuch 2007

erneute antivirale Therapie, beginnend mit Interferon Beta i.v. über 14
Tage,anschließend peginterferon Alfa 2a mit Ribaverin von 07/2007 bis 01/2008,
ohne anhaltenden Therapieerfolg
Chronische Niereninsuffizienz Stadium III

 4. Therapieversuch 2012
Start der Therapie am 25.06.2012 in Leipzig unter der
Leitung von Prof. Dr. T. Berg.,

Seit 2011 ist der Wirkstoff Telaprevir(Incivo) zugelassen mit vielversprechenden Wirkergebnissen für den Genytyp 1 a

Medikamente:

Silibinin Legalon SIL 14 Tage i.v.
Telaprevir Incivo 3 Monate, Tabletten
Interferon beta, 14 Tage i.v. danach s.c. 1 mal wöchentlich
Ribaverin, Tabletten täglich

5. 2013 Ergebnis bis heute: Viren HCV-RNA negativ

01.06.2013: HCV-RNA immer noch negativ!

6. Niere arbeitet nicht mehr August 2013

Beginn der Dialyse am 13.09.2013
Dialyse erfolgt vorrübergehend über einen Demas-Katheter bis zur Lebendspende.
Mein Bruder will mir eine Niere spenden.

7. Herbst 2013: Abklärung, ob Lebensende möglich ist

Sowohl mein Bruder als auch ich müssen sehr viel Untersuchungen über uns ergehen lassen, um sicher zu stellen, dass wir beide gesund genug sind für eine Transplantation. Ebenso wird in einem Crossmatch die Blutgruppen und Gewebeverträglichkeit geprüft.

8. 10.12.13 Ethik Kommision

Am 10.12.13 Vorstellung bei der Ethik Kommission in Freiburg und Genehmigung einer Transplantation voraussichtlich am 01.01.2014 in Freiburg.

09. 01.2014 Nierentransplantation

Am 08.01.2014 werden wir in die Uniklinik Freiburg aufgenommen und am 09.01. transplantiert.

02. 09.2014 Komplikationen mit der Immunsuppression

Durch Diarrhö verursachter Anstieg des Tacrolimusspiegel der Immunsuppression.

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Mein vierter Versuch geheilt zu werden

Herzlich willkommen. (Version 2, überarbeitet)
Diesen Blog schreibe ich für Dich/Sie.

Ich habe eine Hepatitis c, die ich mir wahrscheinlich in meiner Jugend durch Drogenkonsum, d.h. durch gemeinsame Nutzung von Spritzen zugezogen habe. Hepatitis lässt sich allerdings erst seit 1989 nachweisen, so dass frühere Probleme mit meiner Leber nachträglich einfach der Hepatis c zugewiesen wurden.

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138 Herausforderung gesucht

Da ich gerade für Freunde eine Mail verfasst habe mit einen Zustandsbericht, dacht ich Ihr seid vielleicht auch interessiert.

Momentan ist alles in der Abklärung. Man möchte feststellen, warum der Darm seit drei Wochen herumzickt. Dazu werde ich auf alle möglichen Viren (Hepatitis, CMF EBV, u.a.) überprüft. Außerdem wird auch auf eine eventuelle bakterielle Infektion untersucht.Dies dauert allerdings eine Zeit bis sie die Kulturen angelegt und ausgewertet haben.

Heute hatte ich eine Darmspiegelung.
Von dem was sie gesehen haben, ist optisch alles in Ordnung, Zur weiteren Abklärung haben sie auch einen Abstrich und eine Gewebeentnahme gemacht, die in der Histologie untersucht wird. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Nierentransplantation 2014 | 2 Kommentare

137 Scharfe Getränke

Es gibt viele Möglichkeit ein gutes Getränk zu genießen. Unsere Sprache ermöglicht uns mit einer Fülle von Begriffen den Vorgang zu beschreiben:

Trinken, einnehmen, geniessen, schlürfen, saufen, schlabbern, zu sich nehmen,
hinuntergießen, hinunterkippen, hinunterschütten, hinunterspülen, kippen, 
wegkippen, wegtrinken

Für bestimmt Getränke kann die Verbwahl schon auch mal kräftiger ausfallen:

einen heben, einen hinter die Binde kippen, einen schmettern, einen zur Brust nehmen, einen zwitschern, süffeln; schöppeln; sich abschädeln, einen auf die Lampe gießen, kübeln, stemmen, tanken, zischen, bechern, sich die Gurgel ölen, dudeln, zechen

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136 Nach 8 guten Monaten – die erste Krise

Die Zeit nach der Transplantation war wirklich wunderbar und es ist ein ganz anderes Leben ohne die Dialyse und die ganzen Nebenwirkungen. ( kein Juckreiz, keine Schwäche, u.v.a.). Ich habe diese Zeit sehr genossen und mich privat intensiv der Musik und der Aquarellmalerei gewidmet. (Hier empfehle ich meine Website aquarts.de). Auch das Arbeiten machte wieder sehr Spass. Weiterlesen

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135 Wieder Zuhause

Gestern spät abends bin ich wieder Zuhause angekommen. Nun gilt es den Alltag wieder in Griff zu bekommen und auch beruflich wieder einen Einstieg zu finden.
Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Rechnungen (ca. 30 Stück), die nun bei der Krankenkasse eingereicht werden müssen in der Hoffnung, dass alle Kosten erstattet werden.
Dadurch, dass meine Erkältung nicht so ganz ausgeheilt ist, ist es eine große Herausforderung den Alltag wieder zu meistern. Dazu kommen auch noch Arztbesuche. Ebenso muss der Blutzucker auf den Lebensrhythmus hier eingestellt werden.
Alles in allem eine Herausforderung.

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